Die letzen Vorbereitungen für Modul 5 sind abgeschlossen
Am 7/8.5.2015 werde ich in Bielefeld das letzte Modul mit einem Workshop beenden. Dabei wird das „Didaktik Komplet Paket“ meine Grundlage bilden. Der „Reisebegleiter“ und der „Erzählwürfel“ werden mir ein treuer Wegbegleiter zur Multiplikatorin in alttagsintegrierter Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich ( Grundlagen für NRW und Kita.NRW) sein. Ich freue mich schon jetzt auf die vielen Kitas und die gemeinsame Arbeit.
Zur Umsetzung der Alltagsintegrierten Sprachbildung und Beobachtung in NRW werden ab 2015 vertiefende Qualifizierungsmaßnahmen für Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen und in der Kindertagespflege angeboten. Die Fortbildungen können mehrtätig und möglichst so gestaltet sein, dass sie sich an das gesamte Team der Einrichtung und nicht nur an einzelne Sprachförderkräfte richten.
Das Land und die Spitzenverbände der freien und öffentlichen Träger von Kindertageseinrichtungen wollen sich auf eine gemeinsame Fortbildungsvereinbarung verständigen. Die Landesregierung beabsichtigt, die Fortbildungsangebote zur Alltagsintegrierten Sprachbildung und Beobachtung zu bezuschussen, die von hierfür zertifizierten Multiplikatorinnen und Multiplikatoren durchgeführt werden.
Weiterbildung von Multiplikatorinnen und Multiplikatoren
Rund 200 Multiplikatorinnen und Multiplikatoren werden derzeit vom niedersächsischen Institut für frühkindliche Bildung und Entwicklung – nifbe unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Renate Zimmer auf der Basis der fachlichen Grundlagen „Alltagsintegrierte Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich – Grundlagen für Nordrhein-Westfalen“ geschult. Sie sind somit auch in den Beobachtungsverfahren SISMIK, SELDAK, LISEB und BaSiK qualifiziert. Die Multiplikatorinnen und Multiplikatoren stehen den Trägern und Kindertageseinrichtungen ab 2015 für Fortbildungen zur Verfügung. Sie sind darin ausgebildet, Teamqualifizierungen durchzuführen. Darüber hinaus können sie auch Weiterbildungsbedarfen für einzelne Fachkräfte oder Bedarfen in einzelnen Themen entsprechen. (https://www.kita.nrw.de/) 

Alltagsintegriete Sprachbildung und Beobachtung im Elementarbereich für das Land Nordrhein-Westfalen
Martina Ducqué ist freie Fortbildungsreferentin in der Erwachsenenbildung und hat die vom Land NRW vorgeschriebene Multiplikatoren Weiterbildung absolviert. Sie ist somit berechtigt Kita-Teams sowie Inhouse Seminare nach dem Curriculum der Landes NRW fort zu bilden.
Gute sprachliche Fähigkeiten sind die wichtigsten Schlüsselkompetenzen für den Bildungserfolg und bilden den Grundstein Sprechfreude zu initiieren.
Die Förderung und bestmögliche Unterstützung und das kontinuierliche Beobachten und Dokumentieren der sprachen Entwicklung eines Kindes sind mit Eintritt in die Kita eine zentrale Bildungsaufgabe im pädagogischen Alltag.
Für eine gelungene Sprachbildung ist es wichtig, die frühkindliche Bildung zu stärken. Pädagogische Fachkräfte sind somit gefordert Möglichkeiten zu schaffen, Sprache zu praktizieren sowie, alltagsbasiert, authentisch , handlungsbegleitende Anlässe zu schaffen. Dies gelingt am besten immer dort wo immer dann wenn Kinder mit Kindern bzw. Kinder mit Erwachsen in einen Dialog treten.
Die Kinder geben uns durch ihr eigenes Handeln Aufschluss, die Kunst besteht nur darin zu wissen, was kann ich wann und wie beobachten und wie dokumentiere ich es.
Kinder haben ihre eigenen Wege sich die Sprache anzueignen. Die Wissenschaft spricht dabei von den Spracherwerbsstrategien.
Inwieweit sie sich dabei von anderen Kindern unterscheiden und ob dies altersgerecht ist, lässt sich durch die Beobachtung beurteilen.
Hilfestellungen geben dabei sogenannte Beobachtungsverfahren. Besonders hervorgetan haben sich BaSik , Sismik und für die Kinder deren Muttersprache nicht Deutsch ist seldak . Für die eigene Beobachtungen der pädagogischen Fachkräfte und die Aufstellung der Einrichtung steht und anderen Liseb 1+2 zur Verfügung.
Das Leitprinzip der sprachlichen Bildung und Förderung stellt eine Umwelt des Kindes in
den Mittelpunkt, die die Neugier des Kindes anregt und herausfordert und dabei auch Raum
und Schutz bietet, die Vielfalt der Sprache explorativ zu erleben. Kinder sind bestrebt, die
Welt zu erforschen und die Rolle der Pädagoginnen und Pädagogen besteht im Initiieren, Be
gleiten, Beobachten und Unterstützen der kindlichen Bildungsprozesse.
Sprachbildung und Sprachstandsfeststellung
Erklärtes Ziel der Landesregierung ist die Weiterentwicklung der Sprachförderung und Sprachstandserfassung in NRW. So hat der Gesetzgeber das zum 01.08.2014 in Kraft tretende KiBiz-Änderungsgesetz beschlossen. Das geänderte Kinderbildungsgesetz sieht vor, die Sprachstandsfeststellung sowie das Verfahren Delfin 4 für Kinder, die eine Kindertageseinrichtung besuchen, durch eine alltagsintegrierte Sprachbildung und Beobachtung abzulösen.
Alltagsintegrierte Sprachbildung
Künftig wird eine Sprachbildung angestrebt, die integriert im pädagogischen Alltag stattfindet und alle Kinder der Einrichtungen von Beginn an erreicht. Eine alltagsintegrierte Sprachbildung orientiert sich an der Lebenserfahrung, den Interessen und Ressourcen der Kinder und greift handlungsrelevante Sprachanlässe des pädagogischen Alltags auf. Sie wird sowohl von den pädagogischen Fachkräften in den Einrichtungen als auch von den Eltern und weiteren Bezugspersonen der Kinder gestaltet und umgesetzt.
Entwicklungs- und prozessbegleitende Beobachtungen
Eine alltagsintegrierte Sprachbildung berücksichtigt die individuelle Sprachentwicklung von Beginn an. Daher sollen die kindlichen Sprachkompetenzen künftig entwicklungs- und prozessbegleitend beobachtet werden. Punktuelle Messungen in Form von Test- oder Screening-Verfahren sind nur unzureichend geeignet, da sie den Verlauf der Sprachentwicklung nicht in angemessener Weise berücksichtigen.
Zur entwicklungs- und prozessbegleitenden Beobachtung stehen unterschiedliche Beobachtungsverfahren zur Auswahl, von denen eines verbindlich eingesetzt werden soll. Aus den Beobachtungsergebnissen leitet sich die Förderstrategie für das einzelne Kind ab. Kinder, die eine verstärkte Unterstützung benötigen, werden häufiger gezielt in sprachanregende Situationen eingebunden.
Das Land beabsichtigt, auch weiterhin jährlich 25 Millionen Euro für die zusätzliche Sprachförderung zur Verfügung zu stellen. Finanziert werden sollen pädagogische Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen, in denen ein hoher Anteil an Kindern mit verstärktem Unterstützungsbedarf die Einrichtungen besuchen.
Das PDF zum Beobachtungsverfahren „Alltagsintegrierte Sprachbildung im Elementarbereich – Grundlagen für Nordrhein-Westfalen“ (PDF, 658 KB) steht Ihnen hier zur Verfügung.
Zur Information einige Auszüge:
Die Grundlagen der Alltagsintegrierten Sprachbildung werden nach drei Bereichen aufgegliedert,
- Alltagsintegrierte Sprachbildung
Alltagsintegrierte Sprachbildung prägt den pädagogischen Alltag und erreicht alle Kinder der Einrichtung von Beginn an. Somit ist eine Alltagsintegrierte Sprachbildung auch immer eine inklusive Sprachbildung. Sie ist kein Konzept mit vorgegebenen Materialien und Zeiten. Vielmehr soll sie sich an den individuellen Interessen und
Ressourcen der Kinder von 0–6 Jahren orientieren und sich in den alltäglichen Ablauf integrieren. Dabei sind die
Eltern im Rahmen der Erziehungs- und Bildungspartner-schaft in die sprachliche Bildung einzubeziehen.
Sprachbildung umfasst alle Sprachbereiche:
Artikulation und Lautwahrnehmung (Phonetik und Phonologie), Wortschatz und Wortbedeutung (Lexikon und Semantik), Sprachmelodie (Prosodie), grammatikalische Regelbildung und Satzbau (Morphologie und Syntax) und sprachliches Handeln (Pragmatik). Sprachbildung versteht Sprache als Querschnittsaufgabe der pädagogischen Arbeit.
Eine Sprachbildung, die im pädagogischen Alltag statt-findet, orientiert sich an individuellen Sprachentwick-lungsverläufen.
Die pädagogischen Fachkräfte unterstützen den Bildungsprozess eines jeden Kindes bereits in
umfassender Weise. Sie greifen vielfältige Situationen im Alltag auf und stellen eine sprachanregende Umgebung
bereit. Bei der Auswahl von Themen und Angeboten orientieren sie sich an den Lebenswelten und den indivduellen Interessen der Kinder. Dabei ist von wesentlicher Bedeutung, dass sie sich ihrer Rolle als wichtiges Sprachorbild bewusst sind und jedes Kind ausgehend von seinen individuellen Sprachkompetenzen in seiner weiteren
sprachlichen Entwicklung unterstützen. Dementsprechend sind sie sensibel für Sprachanlässe, die sich in
unterschiedlichsten Situationen ergeben (beispielsweise bei musikalischen oder naturwissenschaftlichen Ange
-boten). Sprache ist nicht losgelöst vom pädagogischen Alltag zu betrachten, weshalb alle Bildungsbereiche im
Rahmen der Alltagsintegrierten Sprachbildung zum Tragen kommen.
Kinder, die mit einer anderen Erstsprache oder in spracharmen Verhältnissen aufwachsen, können einen zusätzlichen Sprachförderbedarf aufweisen. Für sie ist eine intensivere Unterstützung ihrer sprachlichen Entwicklung nötig. Künftig wird diese intensive Unterstützung nicht in einem additiven Setting, sondern im Rahmen Alltagsintegrierter Sprachbildung erfolgen….
- geeignete Verfahren zur entwicklungs- und prozessbegleitenden Beobachtung,
…Für die Erfassung kindlicher Sprachkompetenzen sind punktuelle Messungen in Form von Test- oder Screening-
Verfahren nur unzureichend geeignet, da sie den Prozess der Sprachentwicklung nicht in angemessener Weise
berücksichtigen.Pädagogisch sinnvoll sind entwicklungs- und prozess-begleitende Beobachtungsverfahren, da sie eine Beurteilung der kindlichen Sprachkompetenzen im Alltag der Kindertageseinrichtungen ermöglichen…
- nachhaltige Qualifizierungsmaßnahmen
Im Vordergrund steht die Umsetzung Alltagsintegrierter Sprachbildung, an der das gesamte Team und nicht nur
einzelne Sprachförderkräfte beteiligt sind.
Zur Professionalisierung der Fachkräfte im Sinne der Alltagsintegrierten Sprachbildung und Sicherung der
Nachhaltigkeit werden folgende Qualitätskriterien für Qualifizierungsmaßnahmen formuliert, die sich in zwei
Kategorien aufteilen lassen. Einerseits betrifft dies Aspekte, die die Ausgestaltung der Weiterbildungsmaß-
nahme thematisieren. Hierzu gehören die Praxisorientierung, die Intensität, der Methodeneinsatz, das Coaching
die kollegiale Beratung, die Supervision, die Nachhaltigkeit und die Selbstreflexion. Sie sind wichtige Bausteine
zur Verbesserung der Prozessqualität. Andererseits müssen inhaltliche Aspekte der Pädagogik und Linguistik
berücksichtigt werden, um den pädagogischen Fachkräften die nötigen theoretischen Kenntnisse zu vermitteln und ein breites Handlungsrepertoire zu bieten. …
Inhaltliche Aspekte
Theoretisches Grundwissen über Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit
- Theoretische Kenntnisse über den Sprachentwicklungsverlauf ein- sowie mehrsprachig aufwachsender Kinder
- Sprachdidaktisches Hintergrundwissen
- differenziertes Wissen über die Sprachbereiche, Passung solchen Wissens zu den Ergebnissen der Beobachtung und Dokumentation als Basis für pädagogische Handlungsplanung
Module mit Bezug zu Sprachbeobachtung
- Wissen über Wahrnehmung und Beobachtung als Grundlage
- Qualifizierung für den Einsatz des jeweiligen Beobachtungsverfahrens der Einrichtung
- Grundhaltung der Beobachtenden bei der Sprachbeobachtung
- Umgang mit den gewonnenen Erkenntnissen
Module mit Bezug zu Sprachbildung
- Sensibilisierung für die Sprachanlässe im Alltag
- Situationswahrnehmung und daran anschließende Handlungsplanung, die sich direkt an dem Interesse und den Kompetenzen der Kinder orientiert
- sprachförderliche Verhaltensweisen und die Gestaltung sprachanregender Interaktionen
- Theoretische Kenntnisse und alltägliche Anwendung von gezielten Sprachlehrstrategien
Motivation,Haltung & Selbstreflexion
- Vertiefung einer ressourcenorientierten Haltung gegenüber dem Kind
- Fähigkeit zur Selbstreflexion
Name, Vorname |
Kontakt (Telefon, E-Mail, Homepage) |
Profil |
Voraussichtlich zertifiziert ab (Monat, Jahr) |
Bevorzugte Region (Bitte auswählen: |
Frei buchbar (Ja/Nein) |
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Ducqué, Martina |
Tel: 0173 30 38 6 38
E-Mail: info@sprache-kultur-kompetenz.dewww.sprache-kultur-kompetenz.de |
Lese- und Literaturpädagogin, Erzieherin, seit 2004 Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz, Fortbildungsreferentin, Fachautorin, Mehsprachigkeit |
01.04.15NRW-weit |
NRW-weit |
ja |
nein |