Sprache – Kultur – Kompetenz Martina Ducqué

Erzähle mir und ich vergesse, zeige mir und ich erinnere mich, lass mich tun und ich verstehe. (Konfuzius)

Eröffnungsfeier:

Die Wertheimer Projektreihe »Integranz« beginnt mit einem Zeichen für Toleranz und Integration

Wertheim Als die bunten Ballons in den Himmel über dem Wertheimer Rathaus gestiegen waren, war Alex Schuck froh. »Jetzt hoffen wir mal, dass uns auch all die Menschen, die eine Postkarte finden, die Karte wieder zurückschicken«, sagte Schuck von der präventiven Jugendhilfe des Diakonischen Werks.

Er betreut die Projektreihe »Integranz«, ein Wortspiel aus »Toleranz« und »Integration«, die am Dienstagabend mit einer Feier im Arkadensaal begonnen hat.
Courage-AG führt durch den Abend
Ein symbolisches Zeichen waren die Luftballons, mit dem die Wertheimer auf mehr Toleranz in der Gesellschaft hinweisen wollten. Die bunten Karten, die an den Ballons baumelten, haben Mitglieder der Courage-AG der Comenius-Realschule in Bestenheid mit Fingerfarben gestaltet. »Rassismus stinkt«, »Love« und »Peace« war auf den farbenfrohen Karten zu lesen. Die Schülerinnen der Courage-AG führten an dem Eröffnungsabend durch ein Programm, das ganz im Zeichen von Integration und Toleranz stand.
Die drei türkischen Mädchen Rumeysa, Halenur und Aysun begrüßten die Gäste im Arkadensaal mit einem Lied aus der Türkei, bevor die Gruppe »Funktastic« auf dem Steinboden das Tanzbein schwang. Die 15-jährige Jenny Aroca Roman begeisterte die Zuhörer mit dem Lied »Manos al aire« von Nelly Furtado. Die Schülerin der Grund- und Werkrealschule »Alte Steige« ist schmal und zierlich, doch mit ihrer gewaltigen und kräftigen Stimme überraschte sie das Publikum. »Ganz toll hast Du gesungen, fantastisch«, lobte auch ihre Schulleiterin Alice Jäger. Jennys Vater kommt aus Spanien und manchmal sprechen sie zu Hause auch spanisch: »Eigentlich singe ich aber mehr auf Spanisch, als dass ich es spreche«, sagte Jenny.
Sie singt in der Band »WISPR«, einem Integrationsprojekt, das die Wertheimer Jugendarbeit ins Leben gerufen hat. Am kommenden Samstag hat die Band ihren ersten Auftritt im Rahmen der Integranz-Reihe. »Diese Aktionstage sollen dazu beitragen, das Thema Integration in die Mitte unserer Gesellschaft grundsätzlich und in diesen Tagen speziell in das Wertheimer Umfeld zu holen«, sagte Bernd Hartmannsgruber, der als Vertreter des Oberbürgermeisters gekommen war.
Neben der Veranstaltungsreihe »Integranz«, die von mehreren Wertheimer Kooperationspartnern geplant und organisiert wurde, ist bis Donnerstag, 9. Juni, im Arkadensaal auch die Wanderausstellung »anders? – cool!« des Jugendmigrationsdienstes zu sehen.
Fokus auf jugendliche Migranten
»Wertheim ist der 32. Ort in Deutschland, an dem die Ausstellung gezeigt wird«, berichtete Irena Frank vom Jugendmigrationsdienst des Roten Kreuzes in Tauberbischofsheim. So solle der Fokus auf die Lebenssituation von Jugendlichen mit Migrationshintergrund gerichtet werden. »Denn die Besonderheit bei Kindern und Jugendlichen ist, dass es immer die Eltern oder andere Erwachsene sind, die bestimmen, wohin die Kinder ziehen müssen.«
Wie die Kinder und Jugendlichen mit ihrer speziellen Situation umgehen und welche Probleme sich ergeben, das solle die Ausstellung zeigen.
Melisa, Vanessa, Jennifer und Claire engagieren sich in der Courage-AG der Comenius-Realschule in Bestenheid, sie kämpfen gegen Rassismus an ihrer Schule. Und deshalb war es ihnen wichtig, beim Projekt »Integranz« mitzumachen: »Integration ist uns wichtig, niemand soll ausgegrenzt sein«, sagte Jennifer Balke, die in die neunte Klasse geht. »Wir haben schon viele Unterschriften gegen Rassismus gesammelt«, berichteten die Mädchen, die am Ende auch die Luftballons mit Gas füllten.

 

Susanne Gilg schreib für die Wertheimer Zeitung

 

Weitere Informationen zur Ausstellung

https://www.wertheim24.org/news.php?nid=169

Hallo NetzWerkler!

Heute kommt eine ganz dringende Bitte aus Wertheim an Euch alle.
Wir brauchen dringend Eure Unterstützung, da wir uns bei einem Wettbewerb beteiligen, welcher eine interkulturelle Begegnungsstätte ermöglichen soll.

https://www.radioton.de/nc/funktionsseiten/projekte/projekte-details/article/wertheim.html

Wertheim

Projekt: Interkulturelle und generationsübergreifende Begegnungsstätte

Im Wertheimer Stadtteil Wartberg soll eine Bürgerbegegnungsstätte zu einem Treffpunkt für die Menschen des Stadtteils werden. Bei diesem Projekt steht der Mensch im Mittelpunkt. Nicht nur friedlich nebeneinander, sondern miteinander Leben ist das Ziel, das für die Menschen aus über 15 Nationen der Erde verfolgt wird.

Pro Tag kann über eine IP Adresse eine Stimme abgegeben werden, der Gewinner erhält 10000 Euro als Startschuss.

https://www.radioton.de/nc/funktionsseiten/buergerinitiative-uebersicht-projekte/browse/8.html

Wenn es euch möglich ist und ihr der Meinung seid, dass dies eine unterstützenswerte Aktion ist, helft uns bitte mit eurer Stimmabgabe.

Vielen Dank für Eure Unterstützung

 

23.05.2011 Wartberg geht mit Bürgertreff ins Rennen

Eine große Bürgerinitiative startet Radio Ton zur Förderung von Maßnahmen und Projekten, die einem guten Zweck dienen. 65 Projekte landesweit haben sich zur Radio Ton Bürgerinitiative 2011 angemeldet. Aus Wertheim geht der Stadtteil Wartberg mit einem Bürgertreff in den Wettbewerb um die Stimmen der Rundfunkhörer.

Vom 23. Mai bis 9. Juni können die Bürger für ein Projekt ihrer Wahl abstimmen. Welches Projekt am 9. Juni die meisten Punkte bekommen hat, gewinnt den Wettkampf mit 10.000 Euro. Der 2. Platz erhält 3.000 Euro, der 3. Platz 2.000 Euro.

 

Der Wartberg ist bei diesem Wettbewerb dabei, um eine Unterstützung für einen Bürgertreff zu gewinnen. Die Einrichtung soll für alle Altersklassen und Kulturen am Wartberg geschaffen werden. Es könnte z.B. ein Treffpunkt für (alleinerziehende) Mütter, Kinder, Jugendliche, Familien, Senioren oder ein buntes Miteinander im Wechsel entstehen. Das Begegnungszentrum soll zugänglich für alle sein und das Zusammenwachsen im Stadtteil fördern. Der Schwerpunkt liegt auf der Beteiligung von Ehrenamtlichen zum aktiven Engagement im Begegnungszentrums.

 

Abgestimmt werden kann vom 23. Mai bis 9. Juni auf zwei Arten:

Erstens im Internet einmal alle 24 Stunden unter https://radioton.de/start/buergerinitiative.html. Dort steht das Wartberg-Projekt unter Wertheim (Projekt: Interkulturelle und generationsübergreifende Begegnungsstätte), dafür kann täglich ein Punkt vergeben werden.

 

Zweitens telefonisch: Der Radio Ton Moderator ruft im Programm zur „Live-Runde“ auf, dann können die Hörer auf der kostenlosen Studio-Hotline 0800/5065000 anrufen und der vierte Anrufer gewinnt 20 Punkte für sein Projekt.

 

Oberbürgermeister Stefan Mikulicz, Stadtteilbeiratsvorsitzende Renate Gassert und die Stadtteilkoordinatorin Daniela Kölle rufen gemeinsam auf: „Liebe Wertheimer, zeigen Sie Ihre Unterstützung für den Wartberg und stimmen Sie täglich mit uns ab!“

https://radioton.de/nc/funktionssseiten/projekte/projekte-details/article/wertheim.html

BVL Fachkräfteaustausch in Afacan/Türkei 2011

Vom 2. – 8. Mai 2011 fand der erste vom Bundesverband Leseförderung e.V. initiierte Fachkräfteaustausch in der Begegnungsstätte Afacan in der Türkei statt. 28 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nutzten die Woche der Begegnung, um sich über Möglichkeiten zur Stärkung von Lese- und Sprachkompetenzen in einer interkulturellen Gesellschaft austauschen zu können.

Neben Impulsreferaten, Gruppenarbeit und Zeit für Projektvorstellungen prägten vor allem offene Gespräche zwischen den Teilnehmern die Woche. Leseförderer, Projektleiter und Stadtteilmütter tauschten sich über kindliche Sprachförderung und Bildung aus. Für die Entwicklung interkultureller Kompetenz sorgten Begegnungen, bei denen Erfahrungen aus unterschiedlichen Ländern (Deutschland, Türkei, Pakistan, Indien, Sri Lanka, Libanon, Algerien) ihren Platz hatten. Beispielhaft trugen dazu jene Begebenheiten außerhalb der Begegnungsstätte bei, bei denen die nicht Türkisch sprechenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf die Sprachkenntnisse anderer Mitreisender angewiesen waren. Erlebnisse, die Sprache als Schlüssel gesellschaftlicher Teilhabe selbst erfahrbar machten.

Gemäß dem Thema des Fachkräfteaustauschs – die Stärkung der Lese- und Sprachkompetenz – wurden die türkische und deutsche Sprache miteinander verglichen. Viele in Deutschland aufwachsende Kinder lernen Deutsch nicht als Erstsprache, sondern als Zweit- oder Drittsprache. Der Vergleich trug zum Erkennen typischer „Stolpersteine“ bei, beispielsweise denen der unterschiedlichen Formen der Mehrzahlbildung im Deutschen, mit denen Kinder konfrontiert sind. Je mehr Lehrende über diese Unterschiede informiert sind, desto besser können sie Kinder und Jugendliche bei ihrem Schriftspracherwerb unterstützen. Sowohl bei den einsprachigen als auch den mehrsprachigen Teilnehmern sorgte der Fachkräfteaustausch für neue Erkenntnisse.

Zum Programm gehörte außerdem der Besuch einer türkischen Schule in Aliağa, im Bildungsministerium in Izmir sowie die Besichtigung der Akropolis von Bergama (Pergamon).

Ermöglicht wurde der Fachkräfteaustausch durch die großzügige Unterstützung der Stiftung  Umverteilen! Für eine, solidarische Welt in Berlin: „Gemeinsame Reisen von jungen Menschen deutscher, türkischer und/oder anderer Herkunft in die Türkei bieten die Chance, Raster von Vorurteilsstrukturen aufzureißen – und zwar besonders, wenn solche Reisen sich abseits der gängigen Touristenstraßen, der Bettenburgen und Konsumtempel bewegen.“

Diese Erfahrung machten auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fachkräfteaustauschs in Afacan. Ihr Fazit lautete einstimmig: Eine Neuauflage ist erwünscht!

Quelle:

Bundesverband Leseförderung e.V. | Appener Weg 3b | 20251 Hamburg
Telefon: +49 40 31 706 422 | Telefax: +49 40 31 706 423
Email: info@bundesverband-lesefoerderung.de
© 2009 – 2011

Bundesverband lädt ein zum Fachkräfteaustausch in Afacan

Wenn Kinder die Welt entdecken, spielen Bücher eine bedeutende Rolle: Jede
Geschichte, die ihnen erzählt oder vorgelesen wird, trägt zu ihrer Sprachentwicklung
bei und fördert Weltwissen. Die entspannte Beschäftigung mit Büchern ermöglicht
Entdeckungsreisen ins Leben und ins Lesen. Denn Kinderbücher vermitteln
Erfahrungen, Werte und Sprachkompetenz.

Welche Sprache(n) und Werte helfen uns, in einer interkulturellen Gesellschaft soziale
Kompetenzen zu entwickeln? Welche Projekte und Konzepte eignen sich dafür, in
Kindertagesstätten, Schulen und anderen Orten ein gutes Sprachklima zu entwickeln?
Wer übernimmt die Durchführung – Eltern, Ehrenamtliche, Honorarkräfte,
Hauptamtliche? Wie wird diese Arbeit finanziert?

Die Mitglieder des Bundesverbandes Leseförderung e.V. sind ausgewiesene
Fachleute für diese Themen. Auf Einladung der Stiftung Umverteilen treffen sie sich in
diesem Jahr zum Austausch und zur Diskussion im türkischen Afacan.

Auf dem Plan stehen die drei Themenschwerpunkte „Grundlagen von Sprach- und
Lesekompetenz“, „Bücher und Konzepte“ sowie „Geld und Projekte“ (siehe
Anmeldung Seite 2). Impulsreferate führen ins jeweilige Thema ein und strukturieren
die anschließende Gruppenarbeit. Der Besuch einer Bildungseinrichtung vor Ort gibt
Gelegenheit, türkische Partner in Sachen Leseförderung kennenzulernen.

Der Bundesverband Leseförderung e.V. lädt zu dieser gemeinsamen Arbeit alle ein,
die sich mit der Lesekultur bei Kindern und Jugendlichen beschäftigen.

Ziele:        Grundlagen interkultureller Leseförderung kennenlernen

  • Praktisch arbeiten: welche Bücher, welche Medien eignen sich?

Welche Konzepte und Projekte sind bereits erprobt, welche geplant?

  • Zukunft schaffen: Welche Möglichkeiten der Weiter- oder/und der

Zusammenarbeit gibt es?

Ablauf: Anreise im Lauf des Montags (02. Mai 11). 20 Uhr Abendessen,
Abreise Sonntagfrüh (08. Mai 11). Bustransfer zum Flughafen bis 9:30 Uhr möglich.

Der Bundesverband Leseförderung e.V. dankt „Umverteilen! Stiftung für eine,
solidarische Welt“ www.umverteilen.de für den Aufenthalt in Afacan!

Dazu kommen Reisekosten und evt. Ausflüge.

Thema 1: Grundlagen von Sprach- und Lesekompetenz

Um eigenes Sprachvermögen weiterentwickeln zu können, brauchen
Menschen – Kinder und Erwachsene – kompetente Gesprächspartner, die
durch ihren Satzbau und Wortschatz vielfältige sprachliche Ausdrucks-
möglichkeiten hörbar machen. Doch selbst eloquente Gesprächspartner
benutzen einen kleineren Wortschatz als er in der Schriftsprache
Anwendung findet, von der Grammatik ganz zu schweigen. Das heißt,
dass neben redegewandten Gesprächspartnern auch die Begegnung mit
Schriftsprache – mit Büchern! – von elementarer Bedeutung ist, um
schriftlich fixierte Inhalte nicht nur technisch entschlüsseln, sondern tat-
sächlich lesen und verstehen zu können. Wo und wie finden solche
Begegnungen statt?

Moderation: Barbara Knieling

Thema 2: Bücher und Konzepte

Welche Bücher, Medien, Spiele und pädagogische Umsetzungen (z. B. als
Bilderbuchkino) eignen sich besonders für die interkulturelle und
mehrsprachige Leseförderung? Zu diesem Thema gibt es ein wenig
Theorie und viel praktische Erfahrungen. Wir tragen sie zusammen.
Vielleicht entsteht daraus ein neues Praxishandbuch? Welche
Fortbildungen brauchen Multiplikatoren, damit Kindertagesstätte, Schule
und Familie besser zusammenwirken? Welche Konzepte sind schon
praxiserprobt? Wir setzen sie vor Ort um!

Moderation: Iris Wolf

Thema 3: Projekte und Geld

Welche Projekte helfen, den veränderten Sprachbedingungen in Europa
gerecht werden? Welche Erfahrungen mit der Finanzierung von
Leseförderungsprojekten sind vorhanden? Wir stellen uns gegenseitig
Anträge vor, berichten von unseren Erfahrungen mit Stiftungen und
überlegen, welche Sponsoren gewonnen werden können. Bei all dem
lassen wir nicht außer Acht, welchen Anteil die öffentliche Hand haben
könnte und sollte.

Moderation:   Sabine Stemmler

Bundesverband Leseförderung e.V., Appener Weg 3b, 20251 Hamburg
www.bundesverband-lesefoerderung.de

Kreuzberger Stadtteilmütter bauen Brücken in die Türkei

Vom 2.05 – zum 7.05.2011 haben sich 10 Kreuzberger Stadtteilmütter vom Diakonischen Werk Berlin Stadtmitte e.V. zusammen mit dem Bundesverband Leseförderung e.V. zum Austausch über interkulturelle Kinder- und Jugendliteratur in Afacan, an der türkischen Ägisküste getroffen. Die Begegnungsstätte Afacan ist ein gemeinnütziges Projekt von Menschen aus Berlin und Istanbul. Träger der Begegnungsstätte Afacan ist die Stiftung Umverteilen – für eine solidarische Welt- , die in Berlin ihren sitz hat. Seit vielen Jahren treffen sich dort junge Menschen von nah und fern, um sich gemeinsam auszutauschen, zu spielen, zu feiern; Neues voneinander zu erfahren und Altes anders betrachten zu können.

Nach dem Motto: Wer sich kennt, ist sich nicht mehr fremd, haben die Kreuzberger Stadtteilmütter mit Vertreterinnen des Stuttgarter Rucksack Projektes, Projektleiterinnen unterschiedlicher Leseförderprojekte, Lehrern und Erzieherinnen, die zum Bundesverband Leseförderung gehören, gemeinsam eine Reise in die Türkei gemacht und sich mit Fachkräften zum Themen wie frühkindliche Sprachförderung, Bildung und interkulturelle Kompetenz ausgetauscht. Dabei ging es sowohl darum, wie können Kinder mit Migrationshintergrund zum Lesen ermutigt werden, welche zweisprachigen Kinder- und Jugendbücher sind geeignet, welche kulturellen Hintergründe sollten bedacht werden , als auch sich etwas kennenzulernen und miteinander Spass zu haben. Lesen ist eine Kulturtechnik, die nicht angeboren ist, sondern in einem komplexen und sehr störanfälligen Prozess erworben wird. Kinder, die zweisprachig alphabetisiert werden, haben wesentlich mehr Schwierigkeiten, diesen Prozess zu bewältigen, da sich die grammatikalischen Strukturen in beiden Sprachen sich sehr stark unterscheiden. Über Sprache eignet man sich Weltwissen an, was man braucht, um das Gelesene verstehen zu können.

Besonders interessant war der Besuch in einer Grundschule in Aliaga. Neben einem ausführlichen Gespräch mit dem Direktor Turgay Bey über die Schulreform von 2005 war die Begegnung mit den ehrenamtlichen Müttern an dieser Schule sehr interessant, die täglich 3 Stunden in der Schule anwesend sind, um die Lehrer bei ihrer Arbeit zu unterstützen. Der Direktor fand die Begegnung mit den Stadtteilmüttern inspirierend und stellte Überlegungen an, wie die pädagogische Reform vollendet werden könne durch das Konzept der aufsuchenden Arbeit der Stadtteilmütter z.B. in der Türkei. Es entstand die Vision, im nächsten Jahr eine gemeinsame Begegnung von Berliner Kindern aus dem Kreuzberger Lesekeller und Kindern aus Aliaga zusammen mit dem Projekt der Stadtteilmütter zu organisieren.

Das Interesse der ehrenamtlichen Mütter zeigte den gut qualifizierten Stadtteilmüttern aus Kreuzberg, dass ihre Arbeit wert geschätzt wird, so dass einige von ihnen anfingen davon zu träumen, eine Stadtteilmutter in Izmir zu sein. Auch in Izmir haben die Stadtteilmütter Brücken geschlagen, indem sie den Kolleginnen vom Bundesverband für Leseförderung kulturelle Eigenheiten erklärt haben und den Zugang zu kulinarischen Genüssen ermöglicht haben.

Für alle Beteiligten gab es viele berührende Momente, alte Vorstellungen auf den Kopf gestellt zu bekommen, verschiedene Eindrücke aufzunehmen und von neuen Ideen bewegt zu werden.

Die Leiterin von Afacan hat uns bereits vorhergesagt, dass wir spätestens im nächsten Jahr wieder vor den Toren von Afacan stehen. Ob das nun die Vorhersehung aus dem Kaffeesatz war oder Wirklichkeit wird, hängt von der Unterstützung tatkräftiger Helfer ab.

2011_05_09

Ulrike Koch, Projektleiterin

Tam-u.koch@diakonie-stadtmitte.de

Viele Kinder wachsen zwei- oder mehrsprachig auf oder beginnen früh mit dem Erlernen von fremden Sprachen. Es ist wichtig, dass Kinder mit Migrationshintergrund frühzeitig über gute Deutschkenntnisse verfügen, ohne jedoch ihre Muttersprache zu verlernen. Viele Eltern, Lehrer und Erzieher wollen die Mehrsprachigkeit der Kinder fördern, wissen aber zum Teil nicht, wie sie das tun sollen. Am Aktionstag können sich Eltern, Erzieher/-innen, Lehrer/-innen und andere Multiplikator/innen aus Bildung, Weiterbildung, Kultur und Politik über die Chancen und die Herausforderungen von Mehrsprachigkeit und über zweisprachige Kindermedien informieren.

Ort: Katharinensaal der Stadtbibliothek Nürnberg

Freitag, 20. Mai 2011: 20.00 Uhr

Praxisorientierter Vortrag:
Arkadaşlar elele – Lasst uns Freunde sein!

Vom Umgang mit zweisprachigen Medien in der Praxis

Referentin: Martina Ducquè, Erzieherin, Fachfrau für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz.

Veranstalter:
Bildungscampus Nürnberg in Zusammenarbeit mit Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V.

Download Faltblatt (PDF-Datei, 1,23 MB)

Samstag, 21. Mai 2011: 13.00 bis 17.00 Uhr

„Marktplatz der Möglichkeiten“ im Foyer des Katharinensaals mit Infoständen, Buchausstellungen, Medienpräsentationen und Kurzvorträgen rund um mehrsprachige Medien.

Vor einigen Jahren schien es noch unmöglich zu sein, dass mehrsprachige Medien – insbesondere für Kinder – sich ihren Raum in der Buchproduktion erobern. Inzwischen gibt es eine Fülle von Materialien zur Zwei- und Mehrsprachigkeit, vom Bilderbuch für die Allerkleinsten bis zur Lieder-CD. Diese Angebote fristen im normalen Buchhandel ein Schattendasein. Zahlreiche Verlage zwei- und mehrsprachige Medien präsentieren ihre Produktion im Foyer des Katharinensaals.

Teilnehmer: Edition bi:libri, Edition Orient, Edition Lingua Mundi, Georg Olms Verlag, Talisa Verlag, Amiguitos, SchauHoer-Verlag u.v.a.

Kurzvorträge von & mit:

  • 13:00 Uhr
    Ines Maria Jimenez/Autorin:
    „Tipps und Tricks bei der fremdsprachlichen Erziehung von Kindern“
  • 13:45 Uhr
    Kristy Koth / Edition bi:libri:
    Warum zweisprachige Kinderbücher?
  • —————
  • 15:00 Uhr
    Iris Wolf / Buchwolf:
    Der Einsatz mehrsprachiger Kinderbücher in Gruppen
  • 15:30 Uhr
    Stephan Trudewind / Ed. Orient:
    Kreativer Umgang mit Daumen-Druck und Fingerfarbe – Künstlerisches Gestalten mit dem deutsch-türkischen Bilderbuch „Gukki, dem kleinen Raben“
  • 16:00 Uhr
    Aylin Keller / Talisa-Verlag: Klipp-Klapp, die musikalische Klapperschlange – Şıkırdak’ın cıngırağı und andere zweisprachige Kinderbücher
  • 16:30 Uhr
    Claudia von Holten und Juliane Buschhorn-Walter / Amiguitos Verlag:
    Ideen für die spielerische Sprachvermittlung bei Kindern und Erwachsenen und Einbindung von zweisprachigen Kinderbüchern in den Unterricht

 

https://www.stadtbibliothek.nuernberg.de/aktuell_mehrsprachigkeit.html

Presse:

https://www.nordbayern.de/nuernberger-zeitung/nuernberg-region/mehrsprachigkeit-fordern-1.1241796/kommentare-7.889243/kommentare-7.889243

 

https://kulturstimmen.de/2011/05/aktionstag-mehrsprachigkeit/

https://www.bibliotheksforum-bayern.de/fileadmin/archiv/2011-3/BFB_0311_23_Kurznotiert_V04.pdf

Sprachförderaktion der Wertheimer Kindergärten in Anlehnung an den Tag der Muttersprache

Bereits im vergangen Jahr wurde mit Unterstützung des Netzwerk Mehrsprachigkeit e.V der Aktionstag Mehrsprachigkeit in den Wertheimer Kindergärten durchgeführt.
Die vielfältigen Aktionen im Rahmen dieses Tages haben weite Kreise gezogen. Die Nachhaltigkeit zeigte sich besonders in den Sprachfördermaßnahmen, die darauf in den Einrichtungen folgten.
Auch in diesem Jahr stellt der Tag der Muttersprache in vielen Wertheimer Kindergärten den Höhepunkt der Sprachföderinitative dar.
Er findet am 16.03 2011 in etlichen Einrichtungen statt.
Die Aktionen, die im Rahmen dieses Tages durchgeführt werden, sollen das Bewusstsein für sprachliche und kulturelle Traditionen stärken, den Gebrauch der Muttersprache fördern und die Sprachenvielfalt in unserer Gesellschaft würdigen.
Unterstützung erhalten die Einrichtungen von Martina Ducqué, die eine Projektmappe im Zuge des Sprachförderprojektes der Stadt Wertheim,  „Komm In Aktion“, erarbeitete hat und die Kindergärten fachlich begleitet.
Intensiviert wird die Arbeit im Rahmen der Sprachförderung durch den Einsatz eines mehsprachigen Medienkoffers, der Dank großzügiger Spenden im letzten Jahr angeschafft werden konnte.
Auch in diesem Jahr finden in den Einrichtungen zahlreiche Aktionen statt, die über den Tag der Muttersprache hinaus einen großen Beitrag zur Integration und Sprachförderung unserer Kindern leisten werden.

Die Stadtverwaltung Wertheim informiert unter folgendem Link:

https://www.wertheim.de/servlet/PB/menu/1353116_l1/index.html

Eine besondere Form der Umsetzung, die gleichzeitg die Auftaktveranstaltung für das vom Bund ausgeschriebene Sprachförderprogramm „Schwerpunkt Kitas – Sprache und Integration“ darstellt, wird von Robert Weisensee für die  Fränkischen Nachrichten wie folgt beschrieben:

18.03.2011

Nimmersatte Raupe in fremder Diktion

Tag der Muttersprache: Evangelische Kindertagesstätte Bestenheid feierte ein internationales Fest unter reger Beteiligung von Eltern aus unterschiedlichen Nationen

Bestenheid. „Viele Sprachen hat die Welt“ sangen die Kinder der evangelischen Kindertagesstätte (Kita) Bestenheid zu Beginn eines großen Festes der Nationen in ihrer Einrichtung. In ihrer Muttersprache wurden Kinder, Eltern, Großeltern und die Gäste des Festes begrüßt und dann zum Besuch der verschiedenen nationalen und internationalen Treffpunkte in der Einrichtung eingeladen. Man feierte am 16. März den „Tag der Muttersprache“ der Unesco in Wertheim.

Auftakt für Sprachförderung

Für die Kindertagesstätte in der Breslauer Straße war es gleichzeitig die Auftaktveranstaltung zum Sprachförderprogramm „Schwerpunkt Kitas – Sprache und Integration.“ Groß war die Freude bei Pfarrerin Stefanie Fischer-Steinbach und Heike Schaible, der Leiterin der Kita, über den Zuschlag des Förderprogramms des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Zum ersten April kann eine Fachkraft für Sprachförderung zu 50 Prozent angestellt werden.

Heike Schaible meinte, dies sei ein guter Anlass, den „Tag der Muttersprache“ als tolles Fest von verschiedenen Nationen, von denen die Kita besucht wird, miteinander zu feiern. Familien aus sieben Nationen hatten sich, teils gewandet in typische Landeskleidung, darauf eingelassen und kreativ auf den Gästeansturm vorbereitet.

Sieben Stationen

Bei den sieben Stationen in den Gruppenräumen und auf den Fluren der Kita herrschte buntes Treiben. Überall war große Gastfreundschaft und Herzlichkeit zu spüren. Liebevoll angerichtet waren bei allen Nationen die kulinarischen Köstlichkeiten. Landestypisches konnte probiert werden.

„Es geht zu wie auf einem Basar,“ sagte ein türkischer Vater und verteilte seinen Tee zu türkischer Musik. In einem Zelt der Station „Türkei“, in dem ältere Frauen saßen, konnte man sich niederlassen oder sich an den Plakatwänden über die Geschichte des Landes informieren.

„Typisch Französisch“ ging es an anderer Stelle zu. Hier fand man auch deutsche Wörter, die in Frankreich, und französische Wörter, die in Deutschland gesprochen werden. Bei der Station „USA“ stellte man Sportarten des Landes vor und wie überall an den Stationen auch Kinderbücher, Spiele und Info-Material.

Voller Begeisterung erzählte eine Frau über Bräuche in ihrem Land Portugal. An anderer Stelle konnte man das albanische Alphabet lernen oder erfuhr etwas über die Geschichte dieses Landes oder über Mutter Teresa. Die Russlanddeutschen Frauen hatten ihre Station „Russland“ bunt dekoriert und eine gemütliche Teestube eingerichtet.

Auch Deutschland war gut vertreten mit typischer Kleidung, Informationen über Land und Leute und, wie überall, mit einem köstlichen Imbiss. Bei jeder Nation gab es einen Maltisch, an dem die Kinder die Flagge des jeweiligen Landes malen konnten. Wer es geschafft hatte, konnte am Schluss des Tages sieben Flaggen mit nach Hause nehmen. Dazwischen gab es für Interessenten an zwei Terminen mehrsprachiges Vorlesen im Turnraum. Jung und Alt konnten sich hier die Bilderbuchgeschichte „Die kleine Raupe Nimmersatt“ in deutscher, englischer, türkischer, portugisischer, französischer, russischer und albanischer Sprache anhören. Beim Überraschungstheater spielten die Erzieherinnen zusammen mit begeisterten Kindern die Geschichte „Eine Flaschenpost reist die um die Welt.“ Auch hier besuchte man viele Länder und gewann neue Freunde.

Die Fränkische Nachrichten berichtet am 24. März 2011 von einer weiteren Aktion:

Rotkäppchen auf Russisch

Im Kindergarten St. Venantius Wertheim fand kürzlich zum zweiten Mal ein internationales Lesefest statt. In Anlehnung an den Tag der Muttersprache haben Mütter und Erzieherinnen – in ihrer Muttersprache oder einer Fremdsprache – Bilderbücher, Geschichten und Märchen vorgelesen. Es wurde unter anderem Petterson und Findus auf Schwedisch und parallel auf Deutsch vorgelesen, der „Grüffelo“ fand in der englischen Sprache großen Anklang bei den Kindern, und die russische Version vom Rotkäppchen wurde von einer Mutter vorgelesen. Nach dem Vorlesen hatten die Kinder die Möglichkeit, die Flaggen der einzelnen Länder anzumalen, die sie am Ende stolz als Flaggenkette mit nach Hause nehmen konnten.

Sprache lernt man nur durch Sprechen


Wie können Fachkräfte durch möglichst viele, erfolgreiche Kommunikationssituationen dieser Aufgabe gerecht werden?

Die Welt lässt sich über die Sprache erschließen und situative Zusammenhänge bieten die Grundlage für ein nachhaltiges Lernen. Das konkrete Handeln ist die Ausgangsbasis für die Erweiterung und Festigung des Wortschatzes und hilft den Kindern bei der Vernetzung und Differenzierung neuer Begriffe. Jede Einrichtung und jedes Projekt ist geprägt von den Kindern, die daran teilnehmen, deren Eltern , von den durchführenden Fachkräften und den örtlichen Gegebenheiten.

Ziel dieses Workshops ist es den Blick auf die Kinder zur richten, ihre Fähigkeiten zu erkennen und Möglichkeiten zu schaffen, die unterschiedlichsten Lernfenster zu nutzen unter Einbeziehung aller Beteiligten.

Inhalte:

  • Anhand von vielfältigen Praxisbeispielen werden Möglichkeiten und Ideen, zur Umsetzung dargestellt.
  • Mehrsprachige Bücher, werden vorgestellt, da sie als Bindeglied zu den Eltern eine wichtige Rolle übernehmen können.
  • Unterschiedliche Vorgehensweisen werden verglichen
  • Einblicke in die Lernstrategien der Kinder werden aufgezeigt
  • bereits gemachte Erfahrungen in der täglichen Sprachförderarbeit werden ausgetauscht und hinterfragt
  • Anhand unterschiedlichster Projekte wird die Durchführung einer ganzheitlichen Sprachförderarbeit in ihrer Vielfältigkeit verdeutlicht.

Dieses Zitat beschreibt für mich mehr als treffend

den Weg und die Möglichkeiten, die interkulturelle Arbeit

bieten kann.


„Jede individuelle Ansicht eröffnet

eine einzigartige Perspektive auf eine größere Realität.

Wenn ich die Welt „mit Ihren Augen“ sehe,

und Sie die Welt „mit meinen Augen“ sehen,

werden wir beide etwas erkennen,

was wir allein niemals entdeckt hätten.“

(Peter Senge, Die fünfte Disziplin, 1996)

Elmar Kellner schreib für die Fränkischen Nachrichten

Familiennnetzwerk: Vom Seniorenbeirat über Lesepaten bis hin zur „Willkommenskultur“ für Neubürger und der „Familienpatenschaft“

Wertheim. An neuen Ideen mangelt es ganz offensichtlich nicht. Vier Projektvorschläge wurden bei der ersten Vollversammlung des Familiennetzwerkes Wertheim am Mittwochabend in der Aula Alte Steige vorgestellt und diskutiert.

So gibt es Gedanken, einen Seniorenbeirat ins Leben zu rufen, eine, laut Oberbürgermeister Stefan Mikulicz, „wunderbare Idee“, für die als Ansprechpartner Jürgen Küchler benannt war. Der sah „offensichtlich einen Bedarf, die Interessen älterer Menschen zu vertreten“ und suchte dafür weitere Mitstreiterinnen und – streiter. Einige potenzielle Unterstützer fanden sich offenbar im späteren lockeren Beisammensein, wie Küchler zum Abschluss der Vollversammlung berichtete. Wie zu Beginn schon von ihm eingeräumt, herrschte aber auch nach der Diskussionsrunde noch etwas Unklarheit „über Sinn und Zweck eines Seniorenbeirates“. Darüber wolle man sich bei einem ersten Treffen weiter austauschen.

Ihre Praxistauglichkeit längst unter Beweis gestellt haben die „Lesepaten“, von deren Tätigkeit Andrea Schwitt-Graf sehr anschaulich und lebendig erzählte. „Sie lesen gerne? Sie lesen gerne vor? Und wenn Sie dann auch noch kontaktfreudig sind, dann sind Sie dafür geeignet“, warb sie für weitere Mitstreiterinnen und – vor allem – Mitstreiter, denn Vorleser sind bislang rar.

Paten werden nicht enttäuscht

14 aktive Lesepaten sind laut Schwitt-Graf derzeit vor allem in der Grundschule Wertheim aktiv. Aber „wir lesen auch in höheren Klassen vor“. Und „ich habe bislang keine Lesepaten getroffen, die enttäuscht gewesen wären. Kinder mögen es, vorgelesen zu bekommen“. Ausgebaut und vertieft werden, so Schwitt-Graf, soll die Kooperation mit der Stadtbücherei.

Um eine mögliche Projektgruppe zur Begrüßung von neu zugezogenen Bürgerinnen und Bürgern kümmert sich Volker Klein. Es gehe darum, eine Art „Willkommenskultur“ zu schaffen, führte er aus und Menschen, die aus beruflichen oder anderen Gründen nach Wertheim kommen, eventuell auch dazu zu ermuntern, sich hier zu engagieren.

Bislang erhalten die Neubürger ein umfangreiches Informationspaket. Und auch die seit der Wiedereinführung ausgesprochene Einladung zum Neujahrsempfang findet, so OB Mikulicz, guten Anklang. Spontan, freute sich Klein nach der Gesprächsrunde, hätten sich einige Interessierte zur Mitarbeit bereitgefunden und es gebe auch bereits weitere Ideen.

In einem weiteren Projekt geht es schließlich um die Ferienbetreuung. „Die Herbstferien stehen vor der Tür, was passiert mit den Kindern?“, nannte Rektorin Alice Jäger einen aktuellen Anlass. Nicht nachvollziehen konnte sie, dass es auf Umfragen nach Betreuungswünschen so wenig Resonanz gab, nachdem das Thema in verschiedenen Veranstaltungen als Wunsch und Bedürfnis immer wieder genannt worden ist. Dem will man nun nachgehen.

In der Diskussionsrunde wurden weitere Vorschläge gemacht. So brachte Pfarrerin Cornelia Wetterich eine Familienpatenschaft ins Gespräch.

Susanne Engelhardt vom Migrationsdienst des Roten Kreuzes knüpfte Verbindungen zum Frauenverein, da sie von Frauen, die an den Integrationskursen der VHS teilnehmen weiß, dass diesen anschließend meist Kontakte fehlen.

Martina Ducqué, Erzieherin und Fachfrau  für frühkindliche Sprachförderung und interkulturelle Kompetenz bot ihre Mitarbeit und Unterstützung bei entsprechenden Projekten an. ek

Fränkische Nachrichten
29. Oktober 2010

Familiennetzwerk

Logo FamilienNetzwerk Wertheim

Familienfreundlichkeit beginnt vor Ort. Hier in unserer Stadt entscheidet sich, ob Familien ein lebenswertes Umfeld haben, Kinder und Jugendliche eine gute Ausbildung in Schule und Beruf erhalten, Familie und Beruf vereinbar sind und das Miteinander der Generationen funktioniert. Familienfreundlichkeit ist angesichts der demografischen Entwicklung eine zentrale Aufgabe unserer Zeit und entscheidet über die Zukunftsfähigkeit unserer Stadt.
Um die vielfältigen Bemühungen um ein positives Klima für Familien in Wertheim auf eine noch breitere Basis zu stellen und zu verstärken, wurde im Juni 2010 das Familiennetzwerk Wertheim gegründet. In diesem Bündnis arbeiten Menschen aus Unternehmen, Kirchen, Verbänden, Vereinen, Bildungs- und Kultureinrichtungen, Behörden und Institutionen mit und für Familien zusammen. Das Netzwerk hilft

  • Informationen und Erfahrungen auszutauschen
  • Kräfte zu bündeln
  • Aktivitäten zu koordinieren
  • Angebote zu vernetzen
  • Projekte auf den Weg zu bringen, sei es durch kreative Ideen, organisatorische Hilfe, aktive Mitarbeit oder finanzielle Unterstützung.

Das Familiennetzwerk Wertheim lebt vom Mitmachen vieler. Zur Gründung am 12. Juni 2010 sind dem Netzwerk bereits 68 Partner beigetreten. Das Netzwerk ist offen für weitere Unterstützer. Der Beitritt erfolgt durch Unterzeichnung einer Deklaration und Weiterleitung an die Stadtverwaltung. Je mehr Institutionen und gesellschaftliche Gruppen Familienfreundlichkeit zu ihrem erklärten Ziel machen, um so stärker und wirkungsvoller kann das Netzwerk zugunsten von Familien arbeiten. Das Familiennetzwerk Wertheim freut sich auf weitere Partner.

Weiter Informationen erhalten Sie unter:

https://www.wertheim.de/servlet/PB/menu/1288634_l1/

Multikulturelles Theaterprojekt „Hummel Hummel“

Goethe-InstitutDie Hamburger Legende zum Wasserträger – szenisch dargeboten und in sechs verschiedenen Sprachen von Kindern gelesen. 2009 haben Grundschulkinder aus Hamburg, München und Berlin gemeinsam eine szenische Lesung zum Buch „Der Hamburger Wasserträger“ von Michael Moellers aufgeführt. Die Kinder zeigten dabei, wie Verständigung über ihre Stadtgrenzen hinaus und interkulturell über sechs verschiedene Sprachen – unterstützt durch Gestik, Mimik, Bilder und pantomimisches Geschick – funktionieren kann.

Die Idee zu diesem multikulturellen Theaterprojekt für Kinder basiert auf dem zweisprachigen Buch „Der Hamburger Wasserträger“ von Michael Moellers. Das Buch ist sprachlich so einfach gehalten und reich bebildert, dass diese typische Stadtgeschichte lebendig wird.

Da das Buch schon auf Deutsch und Englisch vorlag, bot es sich an, es auch in weitere Sprachen zu übersetzen. Nach und nach wuchs so die Idee, Kinder aus verschiedenen Städten und Kulturen für ein gemeinsames Theaterprojekt zu begeistern. Lehrer, Eltern, Künstler und vor allem Kinder aus drei Metropolen begannen, die Details jeweils vor Ort zu planen. Eine Generalprobe, bei der alles noch einmal aufeinander abgestimmt werden konnte, gab es nicht. Die Kinder lernten sich erst vor Ort bei der Aufführung kennen. Aber Kinder sind spontan, und so konnte alles toll gelingen!

Die Planung im Einzelnen

Der Grundgedanke war, Kinder als Botschafter der Mehrsprachigkeit auftreten zu lassen. Nicht nur über sprachliche, auch über räumliche und Alters-Grenzen hinweg fand hier Verständigung statt. So hat die Hujdur Media aus Hamburg zusammen mit der SpielScheune Neu Allermöhe eine komplexe Struktur entwickelt, auf deren Basis die Kooperation zwischen Kindern aus drei Städten in Deutschland und vielen Kulturen entstand. Sie lieferte die Ideen und Materialien, die hier im Einzelnen vorgestellt werden. Diese Ideen dienen als Anregung zum Nachmachen, Weiterentwickeln und Neu-Ausdenken.

Bevor es an Detailüberlegungen geht, die zum Beispiel die pantomimische Umsetzung, die Kostümierung oder das Bühnenbild betreffen, muss ein exakter Ablaufplan erstellt werden, der alle Zielgruppen, Kinder, Schulen, Eltern und andere Akteure mit bedenkt. Dieser Ablaufplan muss ständig an die aktuellen Bedürfnisse angepasst werden.

Übersetzung der Texte

Am Anfang aller Planung steht die Koordination der Übersetzung. Das Buch, das bereits in Deutsch und Englisch vorliegt, muss also in weitere Sprachen übersetzt werden. Organisiert und koordiniert wurde die Übersetzung in diesem Projekt von Jusuf Hujdur von der Hujdur Media, natürlich mit Genehmigung des Autors Michael Moellers. Und so entstanden für die große szenische Lesung Textpassagen zum Wasserträger auf bosnisch, französisch, spanisch und türkisch. Die Auswahl dieser Sprachen hing damit zusammen, welche Kinder für die Leseaufgabe zur Verfügung standen. Natürlich müssen die Sprachen, in die das jeweilige Werk übersetzt werden soll, je nach Bedarf und sprachlichen Möglichkeiten ausgewählt werden. Am Ende sollen die übersetzten Texte dann von Kindern in ihrer jeweiligen Muttersprache vorgelesen werden. In einem genauen Plan muss dafür festgelegt werden:

  • Welches Kind übernimmt welche Passage?
  • Welche Passagen werden in welcher Sprache gelesen?
  • Wie erfolgt die Auswahl und Einteilung der Passagen?

Details zum Ablaufplan (PDF, 38 KB)

Szenische Umsetzung in Pantomime

Für die szenische Umsetzung, die pantomimisch und ganz ohne Sprache passieren soll, muss Folgendes genau überlegt werden:

Wie kann Handlung ohne Sprache verständlich gemacht werden?

Unter Umständen kann es hilfreich sein, einen Schauspieler oder Theaterpädagogen hinzu zu ziehen, der den Kindern klare Anweisungen gibt, wie man die jeweilige Szene pantomimisch umsetzt. Für einen reibungslosen Ablauf bei der Aufführung müssen die Kinder genug Zeit zum Proben haben. Zudem sind genaue Ablaufpläne erforderlich, die Seitenzahlen und Einsätze festlegen. Außerdem müssen folgende Schritte bei der Inszenierung beachtet werden:

  • Welche Rollen werden besetzt?
  • Welche Handlungen werden wie umgesetzt?
  • Wie ist die genaue Szeneneinteilung?
  • Wann haben die Pantomimen-Darsteller ihren Einsatz?

Kostüme

Für die Herstellung von Kostümen und Requisiten finden sich im Buch gute Anregungen. In diesem Projekt wurden die Kostüme vom Hamburger Modedesigner Till Hagemann gefertigt. Es ist aber natürlich auch möglich, die Kostüme von den Kindern und Eltern selbst herstellen zu lassen. Manchmal bietet sich auch in Schulen die Möglichkeit, den Fachunterricht zu solchen Zwecken zu nutzen.

Bühnenbild und Requisiten

Zum Anfertigen der Bühnenbilder sollten Vorlagenskizzen erstellt werden, damit die fertigen Bühnenbilder schließlich so aussagekräftig werden, dass man versteht, worum es in der jeweiligen Szene geht, denn nicht alle Teile der Handlungen der pantomimischen Darsteller sind gleich leicht verständlich. Bühnenbilder können im Kunst-oder Werkunterricht gemalt und gebaut werden. Sie sind dann groß und vermutlich schwer, so dass auch beim Transport zum Aufführungsort genau geplant werden muss. Wenn die Platten in den vorgeschlagenen Maßen angefertigt werden und die Aufführung nicht direkt an der Schule stattfindet, ist ein vermutlich ein Lieferwagen erforderlich.
Download Symbol Bühnenbilder (PDF, 4,3 MB)

Ein genauer Ablauf für die Präsentation während der Aufführung muss erstellt werden, um festzulegen:

  • Welches Kind / welche Lernergruppe ist für welches Bühnenbild verantwortlich?
  • Wann müssen die Bühnenbilder auf die Bühne getragen oder ausgetauscht werden?

Bei den Requisiten handelt es sich vor allem um Gebrauchsgegenstände (Tische, Stühle, Geschirr), daher sind sie leicht zu beschaffen und können zum Beispiel von den Eltern mitgebracht werden. Außerdem muss im Ablaufplan vermerkt werden:

  • Welche Requisiten sind für die einzelnen Szenen notwendig und wann müssen sie auf die Bühne gebracht werden?
  • Wer übernimmt diese Aufgabe?

Musikalische Begleitung

Eine musikalische Begleitung rundet das szenische Spiel ab. Besonders schön ist es, wenn es gelingt, alle beteiligten Kinder und auch die Zuschauer zum gemeinsamen Singen zu animieren. Beim Hamburger-Wasserträger-Projekt wurde eigens ein schon bekanntes Lied durch passenden Text erweitert. Alle Kinder bekamen die Noten und Texte vorab zugeschickt, um ein bisschen damit zu üben. Um die Inszenierung musikalisch zu begleiten, engagiert man idealerweise einen Gitarrenspieler oder Pianisten. Preiswerter ist es natürlich, wenn eine Schüler-Musikgruppe oder ein musikalischer Vater oder eine Mutter diese Aufgabe übernimmt. In unserer Aufführung begleitete Reinhold Merta den gesamten Auftritt mit der Gitarre.

Musikalische Begleitung kann eingesetzt werden:

  • Zur Einstimmung
  • Zwischendurch
  • Als Ausklang

Für die Aufführung in der Akademie der Künste in Berlin wurden für das „Plitsch-Platsch-Lied“, das seit 2006 besteht, neue Strophen geschrieben; natürlich ist es auch möglich, gemeinsam mit den Kindern eine neue Melodie oder einen neuen Text zu erarbeiten. Außerdem kann auch das Publikum mit einbezogen werden und zum Beispiel spontan dazu aufgefordert werden, mitzusingen.
Download Symbol ♫ Plitsch-Platsch-Lied (PDF, 1,4 MB)

Aufführung

Nach vielen Tagen des Vorbereitens, Organisieren und Gestaltens wird das Theaterstück schließlich inszeniert. Damit alles klappt wie geplant, müssen szenisches Lesen, Pantomime und der Wechsel der Bühnenbilder gut aufeinander abgestimmt werden. Denn zum vorgelesenen Text muss zu passendem Zeitpunkt das richtige Bühnenbild erscheinen und die entsprechende pantomimische Darstellung erfolgen.

Dokumentation

Natürlich kann die Aufführung filmisch oder mit Fotos festgehalten und publiziert werden. Allerdings müssen dafür rechtliche Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden. So darf zum Beispiel kein Kind ohne schriftliche Einverständniserklärung der Eltern im Internet abgebildet werden. Man muss also bedenken, dass rechtzeitig Einverständniserklärungen eingeholt werden müssen. Oft liegen in Schulen dafür fertige Formblätter vor.

Organisatorisches

Haben Sie wirklich an alles gedacht? Anbei eine kleine Checkliste, um Ihnen die Organisation ein wenig zu erleichtern:

Checkliste

  1. Betreuung der Kinder: Genügend Betreuer vor Ort oder müssen Eltern mit „einspringen“?
  2. Verpflegung der Kinder: vor Ort oder selbst zu organisieren?
  3. Versicherung: zusätzliche Versicherungen (z.B. Haftpflichtversicherung) nötig?
  4. Werbung: Flyer, Plakate, Mailinglisten?
  5. Einladungen an Eltern verschicken: eventuell auch mehrsprachig
  6. Einverständniserklärung
  7. Technik vor Ort: Lautsprecher zum Vorlesen, CD-Player für Musik oder ähnliches
  8. Sitzgelegenheiten: für Kinder, wartende Eltern, Zuschauer etc.
  9. Ersatzleser und -spieler, falls Kinder krank werden

Aufführung in Berlin

Für die große Aufführung in Berlin kamen Kinder aus München, Berlin und Hamburg zusammen. Jede der Gruppen hatte im Vorfeld einen eigenen Aufgabenbereich bekommen. So waren die Kinder aus München per Bahn nach Berlin gereist, um dort in ihrer Muttersprache (deutsch, bosnisch, englisch, französisch, spanisch oder türkisch) den „Hamburger Wasserträger“ szenisch vorzulesen. Die Organisation für diese Gruppe übernahmen Prof. Claudia Ueffing, damals Fachberaterin für interkulturelle Pädagogik der Stadt München“, und Andreas Wünnenberg, Leiter einer Kindertageseinrichtung in München und freiberuflich Schauspieler. Es war nicht leicht, Kinder zu finden, die mitfahren durften und wollten und die auch ganz gut lesen konnten. Es musste vor allem ein genauer Plan angefertigt werden, welcher Textteil in welcher Sprache vorgelesen wird. Für das überwiegend deutschsprachige Publikum wurde beschlossen, den Anfangs- und Schlusstext auf Deutsch vorzulesen.

Für die pantomimische Umsetzung waren Schüler aus Hamburg zuständig. Sie kannten die Geschichte bereits und übten in einem zweiwöchigen Workshop mit ihrer Betreuerin Ulla Moser von der SpielScheune Neu Allermöhe und mit der Erzieherin Martina Ducqué aus Wertheim, damit sie den Inhalt des Stücks auch überzeugend pantomimisch darstellen konnten. Für die Inszenierung waren jedoch auch Kostüme nötig. Dazu nutzen die Kinder die Bilder im Buch als Anregungen. Ein professioneller Schneider, der Hamburger Modedesigner Till Hagemann, fertigte sie dann in seinem Atelier.

Damit die Zuschauer alles gut verstehen konnten, musste das Bühnenbild sorgfältig gestaltet werden. Das wurde von Kindern aus insgesamt drei Berliner Schulen übernommen, die mit Hilfe des Berliner Senats gefunden wurden. Dafür erhielten sie von einer Zeichnerin aus Hamburg Entwürfe, die sie dann im Werkunterricht auf große Spanplatten malten. Diese Bilder waren so groß, dass sie für die große Aufführung in der Freien Akademie der Künste mit einem großen Lieferwagen transportiert werden mussten – in ein normales Auto passten sie nicht.

Der große Tag der Aufführung war für alle Teilnehmer aufregend, die Kinder aus München und Hamburg reisten per Kleinbus mit Begleitung an, die Berliner Kinder mussten dafür sorgen, dass alles heil transportiert wurde. Spannend war es auch deshalb, weil es zuvor – wegen der großen räumlichen Entfernung – keine gemeinsame Probe gab. Die Geschichte des „Hamburger Wasserträgers“ wurde vorgelesen, pantomimisch, musikalisch und mit Bildelementen unterstützt. Die Kinder lieferten Großartiges und zeigten, wie spontan sie waren. Denn niemand hatte zuvor bedacht, wie unterschiedlich das Lesetempo der Kinder sein kann. Darauf mussten die Pantomimen-Darsteller spontan reagieren – an manchen Stellen sorgte das für große Erheiterung.

Dank der Bilder konnte man auch die fremdsprachigen Textstellen ganz gut verstehen! Und wenn Sprachenlernen so viel Spaß macht, dann lohnt sich auch der ganze Aufwand. Ein mehrsprachiges Projekt, das Kinder, Organisatoren und Zuschauer gleichermaßen motivierte.

Quelle :https://www.goethe.de/lhr/mat/ffl/fms/tpr/de6553170.htm

Weitere Informationen:  https://www.yasni.de/ext.php?url=http%3A%2F%2Fwww.goethe.de%2Fges%2Fspa%2Fprj%2Fsog%2Ffms%2Fdit%2Ftdw%2Fde6518671.htm&name=Jusuf+Hujdur&cat=book&showads=1

Mehr:

https://www.goethe.de/lhr/mat/ffl/fms/deindex.htm

Autor und Buch© Goethe-Institut
Michael Moellers, Jahrgang 1967, absolvierte seine kaufmännische Lehre und arbeitete dann als Gästeführer in Hamburg, auf Malta und in der Bretagne. Seine erste Publikation war das Comicbuch „Die Spielchen des Olymp“, ein Beitrag zur Bewerbung Hamburgs als Austragungsstätte für die Olympischen Spiele 2012.

Mehr:

https://www.goethe.de/lhr/mat/ffl/fms/tpr/de6553189.htm

Aufführung in Berlin© Goethe-Institut
Die Idee zu diesem multikulturellen Theaterprojekt für Kinder basiert auf dem zweisprachigen Buch „Der Hamburger Wasserträger“. Das Buch ist sprachlich so einfach gehalten und reich bebildert, dass diese typische Stadtgeschichte lebendig wird. Mit Bildern aus der szenischen Umsetzung in Berlin.

Anschauungsmaterial zum Theaterprojekt© Goethe-Institut
Leseprobe, Textausschnitte des Theaterstücks, Musiknoten sowie den Ablaufplan des Projekts in Hamburg zum Herunterladen.

Mehr:

https://www.goethe.de/lhr/mat/ffl/fms/tpr/de6556486.htm

(Quelle: Goethe Institut)